Donnerstag, 23. März 2017

Wo laufen denn die Frauen hin?

 
Wo laufen denn die Frauen hin? Also wenn’s brennt oder es sonst einen Notfall gibt. Nach der Gender-Diskussion um die Ampelmännchen sind mir jüngst doch die Hinweistafeln für die Notausgänge aufgefallen. Geht man also auch hier zwingend von einem Mann aus, wüssten die Frauen nicht, wo sie denn hinrennen sollten, wenn’s losgeht. Außer sie benutzen den normalen Ausgang. Der wäre ja frei, wenn die Männer durch den Notausgang hechten.
 
Wie aber sollte man das denn nun kenntlich machen? Sollte man ein Mann-Männchen nehmen und dazu ein Frau-Männchen - oder Frauchen? Streng genommen dürfte man aber nur paarweise flüchten. Das würde voraussetzen, dass man immer nur eine gerade Anzahl an Besuchern zu den Veranstaltungen lässt und auch Homo-Pärchen akzeptiert. Sonst wird es dann wirklich haarig. Vor allem, wenn die Homo-Pärchen dann auch ihre Gleichstellungsansprüche auf den Schildern anmelden, die haben derzeit aber noch andere Probleme, glaube ich.
 
Würde man also ein Frauchen zu dem Männchen malen, wäre es eine erste Lösung. Trüge dieses Frauchen dann aber einen Rock, heißt es wieder, man wäre sexistisch und verträte ein altes Frauenbild. Nimmt man eine Frau in Hosen mit langen Haaren, kommt der Einwand, es gibt auch Frauen mit kurzen Haaren und dafür Männer mit langen. Die tragen dann aber zumindest auch Hosen. So lange die Schotten auf ihrer Insel bleiben.
 
Grundsätzlich wär ich ja dafür, die Bilder einfach als Symbole zu sehen. Also sowohl auf der Ampel alsauch auf den Notausgangschildern. Die Ampel-Leutchen stellen also keine Menschen dar, sondern ein Symbol für Stehen oder Gehen. Gut, dafür könnte man auch andere Symbole nehmen. Zwei Fußabdrücke nebeneinander für Stehen und versetzte für Gehen. Aber sind das jetzt männliche oder weibliche Fußabdrücke? Man könnte ja auch kleinere Abdrücke nehmen für die Frauen. Andererseits gibt es auch kleinfüßige Männer und Frauen mit großen Füßen. Oh Gott ... habe ich gerade gesagt: »Frauen haben große Füße?« aus der Nummer komme ich nicht mehr raus.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Managergehälter

So, so, die SPD will die Managergehälter durch Gesetz begrenzen lassen. Das klingt in einem freien Staat zum einen recht seltsam, zum anderen wird dadurch kein einziger Arbeitnehmer auch nur einen Euro mehr bekommen.

Tatsächlich stehen die Managergehälter in keinem Verhältnis zu den Löhnen der Arbeitnehmer. Letztlich aber ist es mir völlig egal, wie hoch die Managergehälter sind, so lange sie nicht durch Niedriglöhne und Stellenstreichungen finanziert werden. Das sollte letztlich im Mittelpunkt stehen.

Auf diese Art der "Lösung" wird einzig und allein wieder die Neiddebatte im Land geschürt, die letztlich keinem etwas bringt. Statt dafür zu sorgen, dass die Geringverdiener mehr bekommen, nehmen wir den Topverdienern etwas weg. Das besänftigt zwar den Neid, bringt aber keinen Euro mehr aufs Konto. Außerdem werden die Topverdiener Wege finden, doch an ihr Geld zu kommen. Notfalls kriegt das Kind einen anderen Namen. Nur Neid aber keine Lösung des wirklichen Problems in Sicht.

Freitag, 6. Januar 2017

Seine Meinung sagen dürfen

Eigentlich ist das Thema ja schon hinreichend durchgekaut. Weil mir aber der Satz "Man wird doch noch seine Meinung sagen dürfen, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden" in letzter Zeit auch immer öfter entgegen gehalten wird, möchte ich dazu doch noch etwas schreiben: