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Montag, 6. März 2017
Samstag, 6. Oktober 2012
... auf die wichtigen Nachrichten (2)
Hobbyfotograf in Hotel festgenommen, noch bevor der das Modell belästigen konnte. Ärzte vermuten eine psychische Störung und lassen Mann sofort einweisen.
Köln (dema). Am vergangenen Wochenende gelang es einem ambitionierten Hobbymodell einem psychisch gestörten Hobbyfotografen zu entwischen. Als die Polizei bei dem Fotografen eintraf, klammerte sich dieser an seine Koffer weil ihm eine Stimme dies befehle. Genau dieses Verhalten hatte das Modell zuvor stutzig gemacht.
Der Hobbyfotograf Jörg Z. wohnt in einem kleinen Dorf bei Würzburg und war speziell für eine Shootingtour nach Köln aufgebrochen. Dort hatte er sich ein Hotelzimmer gebucht und sich mit Cindy M., ein blondes Hobby-Fotomodell, für ein Shooting vor dem Dom verabredet. Schon Wochen zuvor hatten die beiden sich über ein einschlägige Foren gesucht und gefunden und nun diesen Tag auserkoren. Cindy M. gesteht: "Ein Dessous-Shooting vor dem Kölner Dom im Oktober kam mir zwar ein bisschen seltsam vor aber für das Geld hätte ich mir die zweite Brust auch noch machen lassen können!"
Als der vermeintliche Fotograf nicht zur verabredeten Zeit am Treffpunkt Hauptbahnhof auftauchte, sendete Cindy M. ihm eine SMS. Kurz darauf rief der Jörg Z. sie zurück. Es täte ihm leid und er könne nichts dafür. Er sei pünktlich mit dem Zug am Bahnhof angekommen, dort habe ihm eine Stimme aber befohlen: "Lassen Sie ihr Gepäck nicht unabaufsichtigt!" Dieser Stimme, die ihn an seine Grundschullehrerin erinnert habe, habe der Fotograf sofort gehorcht und sitze nun wieder in seinem Hotelzimmer und beaufsichtige sein Gepäck. Wenn Cindy M. nichts dagegen habe, könne man das Shooting ja in sein Hotelzimmer verlegen, bot Jörg Z. frech an.
Das Modell durchschaute die nur zu offensichtliche Masche sofort und verständigte die Polizei. Durch die detaillierte Beschreibung der Telefonaussage des zukünftigen Täters konnte die Polizei noch vor Eintreffen am Hotel eine Einweisung von Jörg Z. erwirken und ihn direkt in eine Klinik verbringen lassen.
Zum genauen Tathergang konnte Cindy M. jedoch erst einige Stunden später vernommen werden, da sie zunächst spurlos verschwunden war. Erst später kam heraus, dass das Modell auf einer benachbarten Polizeiwache saß, weil sie von einer Streife vor dem Dom aufgegriffen worden war. "Das war uns gleich verdächtig", sagte der Streifenführer: "im Oktober nur in Dessous und Strapsen vor dem Dom herumlungern!"
Köln (dema). Am vergangenen Wochenende gelang es einem ambitionierten Hobbymodell einem psychisch gestörten Hobbyfotografen zu entwischen. Als die Polizei bei dem Fotografen eintraf, klammerte sich dieser an seine Koffer weil ihm eine Stimme dies befehle. Genau dieses Verhalten hatte das Modell zuvor stutzig gemacht.
Der Hobbyfotograf Jörg Z. wohnt in einem kleinen Dorf bei Würzburg und war speziell für eine Shootingtour nach Köln aufgebrochen. Dort hatte er sich ein Hotelzimmer gebucht und sich mit Cindy M., ein blondes Hobby-Fotomodell, für ein Shooting vor dem Dom verabredet. Schon Wochen zuvor hatten die beiden sich über ein einschlägige Foren gesucht und gefunden und nun diesen Tag auserkoren. Cindy M. gesteht: "Ein Dessous-Shooting vor dem Kölner Dom im Oktober kam mir zwar ein bisschen seltsam vor aber für das Geld hätte ich mir die zweite Brust auch noch machen lassen können!"
Als der vermeintliche Fotograf nicht zur verabredeten Zeit am Treffpunkt Hauptbahnhof auftauchte, sendete Cindy M. ihm eine SMS. Kurz darauf rief der Jörg Z. sie zurück. Es täte ihm leid und er könne nichts dafür. Er sei pünktlich mit dem Zug am Bahnhof angekommen, dort habe ihm eine Stimme aber befohlen: "Lassen Sie ihr Gepäck nicht unabaufsichtigt!" Dieser Stimme, die ihn an seine Grundschullehrerin erinnert habe, habe der Fotograf sofort gehorcht und sitze nun wieder in seinem Hotelzimmer und beaufsichtige sein Gepäck. Wenn Cindy M. nichts dagegen habe, könne man das Shooting ja in sein Hotelzimmer verlegen, bot Jörg Z. frech an.
Das Modell durchschaute die nur zu offensichtliche Masche sofort und verständigte die Polizei. Durch die detaillierte Beschreibung der Telefonaussage des zukünftigen Täters konnte die Polizei noch vor Eintreffen am Hotel eine Einweisung von Jörg Z. erwirken und ihn direkt in eine Klinik verbringen lassen.
Zum genauen Tathergang konnte Cindy M. jedoch erst einige Stunden später vernommen werden, da sie zunächst spurlos verschwunden war. Erst später kam heraus, dass das Modell auf einer benachbarten Polizeiwache saß, weil sie von einer Streife vor dem Dom aufgegriffen worden war. "Das war uns gleich verdächtig", sagte der Streifenführer: "im Oktober nur in Dessous und Strapsen vor dem Dom herumlungern!"
Samstag, 22. September 2012
... auf die wichtigen Nachrichten
Effizienz auch im Privatleben: Verwaltungsangestellter mit Großeinsatz aus seiner Wohnung entfernt.
Fernwald (dema). Stark effizienzorientiertes Denken führte vergangene Woche zu einem Einsatz von Polizei, Rettungsdienst und Zoo-Veterinär.
Letzten Samstag war den Nachbarn des 23-jährigen Verwaltungsangestellten Björn-Kevin W. aufgefallen, dass dieser ständig die Spülung seiner Toilette bediente. »Wir dachten zuerst er habe Durchfall oder er müsse die Kloschüssel feste putzen«, berichtet Ruth U., die mit ihrer Familie die Wohnung unter Björn-Kevin bewohnt. »Aber wer rechnet denn mit so was?« fragt sie kopfschüttelnd.
Gegen Mittag desselben Tages wurde Björn-Kevin W., der zurzeit in einem nordhessischen psychiatrischen Krankenhaus behandelt wird, beobachtet, wie er zunächst einen Besen und später einen Schneeschieber in seine Wohnung holte. Ralf H. wohnt im Erdgeschoss des Mietshauses und erzählt besorgt: »Er war schon immer seltsam, aber als wir ihn zu dieser Jahreszeit mit einem Schneeschieber im Treppenhaus sahen, haben wir sofort die Kinder reingeholt und die Wohnungstür verriegelt.«
Als bei Ruth U. im Lauf des Tages Wasser durch die Decke drang und seit Stunden starke Stoß- und Klopfgeräusche aus der Wohnung über ihr zu hören waren, informierte die besorgte Mutter die Polizei. Ralf H. indessen hatte seine Schwiegermutter angerufen, die auf der Rückseite des Hauses wartete und dort ihre Enkelkinder durch das Fenster des Kinderzimmers entgegennahm, um sie in Sicherheit zu bringen. »Wir trauten uns nicht mehr in den Flur, aber die Kinder mussten da raus. Was sollten wir tun?« fragt Ralf H.
Die herbeigerufene Polizei stürmte die Wohnung von Björn-Kevin W. und fand diesen schweißgebadet, der völligen Erschöpfung nahe in seinem Badezimmer. Ein Besen steckte mit dem Stiel in der Toilettenschüssel und der Betroffene versuchte ständig mit dem Schneeschieber in die viel zu schmale Schüssel zu stoßen. Die Toilette war mit originalverpackten Lebensmitteln verstopft, ebenso der gesamte Abfluss, wie später die Spurensicherung feststellte.
Die Versuche der Beamten ihn von der Toilette zu entfernen waren vergebens, weil Björn-Kevin W. sich heftig mit dem Schneeschieber wehrte. Da das Winterwerkzeug mit Wasser aus der Toilette benetzt war, riskierten die Polizisten keine offenen Wunden. »Wer weiß, was wir uns da geholt hätten«, rechtfertigt der Einsatzleiter das vorsichtige Verhalten. Als die Beamten von der Schusswaffe Gebrauch machen wollten, intervenierten die Rettungskräfte vor Ort und versuchten stattdessen den Randalierer mit geworfenen Beruhigungsspritzen zu treffen. Als dieser Versuch ebenfalls fehlschlug, wurde als letzte Möglichkeit vor dem finalen Rettungsschuss durch die Scharfschützen des mittlerweile eingetroffenen Sondereinsatzkommandos, wurde der Einsatz eines Blasrohrs oder Betäubungsgewehrs in Betracht gezogen. Eingeflogen von einem Hubschrauber der Polizei konnte schließlich der Veterinär des Frankfurter Zoos das Horrorszenario beenden mit einem gezielten Schuss aus seinem Blasrohr.
Erste Gespräche mit dem noch verstörten und geschwächten Björn-Kevin W. lassen darauf schließen, dass dieser den beruflichen Zwang zur Effizienz um jeden Preis nicht mehr mit seinem Privatleben trennen konnte. Angefangen hatte alles mit Getränkeflaschen, die der Patient direkt in die Toilette entleerte. »Ich trinke es und pinkele es später weg«, sagte er stockend. »Da kann ich es auch gleich aus der Flasche wegschütten. Das ist effizienter!« Dem kann der Psychiater grundsätzlich zur zustimmen und die Tatsache, dass der Patient dies später auch mit Lebensmitteln in fester Form versuchte, könne seine starke Unterernährung erklären. Wie groß die Heilungschancen für den Patienten sind, ist ungewiss, da er sich mittlerweile weigert, morgens aufzustehen. Er lege sich abends ja sowieso wieder ins Bett, dann könne er auch gleich liegen bleiben, argumentiert Björn-Kevin W. Der behandelnde Arzt, der letztens auf Anregung der Krankenkassen ein Seminar zur Effizienzsteigerung besucht hat, kann dieser Argumentation nicht widersprechen.
Fernwald (dema). Stark effizienzorientiertes Denken führte vergangene Woche zu einem Einsatz von Polizei, Rettungsdienst und Zoo-Veterinär.
Letzten Samstag war den Nachbarn des 23-jährigen Verwaltungsangestellten Björn-Kevin W. aufgefallen, dass dieser ständig die Spülung seiner Toilette bediente. »Wir dachten zuerst er habe Durchfall oder er müsse die Kloschüssel feste putzen«, berichtet Ruth U., die mit ihrer Familie die Wohnung unter Björn-Kevin bewohnt. »Aber wer rechnet denn mit so was?« fragt sie kopfschüttelnd.
Gegen Mittag desselben Tages wurde Björn-Kevin W., der zurzeit in einem nordhessischen psychiatrischen Krankenhaus behandelt wird, beobachtet, wie er zunächst einen Besen und später einen Schneeschieber in seine Wohnung holte. Ralf H. wohnt im Erdgeschoss des Mietshauses und erzählt besorgt: »Er war schon immer seltsam, aber als wir ihn zu dieser Jahreszeit mit einem Schneeschieber im Treppenhaus sahen, haben wir sofort die Kinder reingeholt und die Wohnungstür verriegelt.«
Als bei Ruth U. im Lauf des Tages Wasser durch die Decke drang und seit Stunden starke Stoß- und Klopfgeräusche aus der Wohnung über ihr zu hören waren, informierte die besorgte Mutter die Polizei. Ralf H. indessen hatte seine Schwiegermutter angerufen, die auf der Rückseite des Hauses wartete und dort ihre Enkelkinder durch das Fenster des Kinderzimmers entgegennahm, um sie in Sicherheit zu bringen. »Wir trauten uns nicht mehr in den Flur, aber die Kinder mussten da raus. Was sollten wir tun?« fragt Ralf H.
Die herbeigerufene Polizei stürmte die Wohnung von Björn-Kevin W. und fand diesen schweißgebadet, der völligen Erschöpfung nahe in seinem Badezimmer. Ein Besen steckte mit dem Stiel in der Toilettenschüssel und der Betroffene versuchte ständig mit dem Schneeschieber in die viel zu schmale Schüssel zu stoßen. Die Toilette war mit originalverpackten Lebensmitteln verstopft, ebenso der gesamte Abfluss, wie später die Spurensicherung feststellte.
Die Versuche der Beamten ihn von der Toilette zu entfernen waren vergebens, weil Björn-Kevin W. sich heftig mit dem Schneeschieber wehrte. Da das Winterwerkzeug mit Wasser aus der Toilette benetzt war, riskierten die Polizisten keine offenen Wunden. »Wer weiß, was wir uns da geholt hätten«, rechtfertigt der Einsatzleiter das vorsichtige Verhalten. Als die Beamten von der Schusswaffe Gebrauch machen wollten, intervenierten die Rettungskräfte vor Ort und versuchten stattdessen den Randalierer mit geworfenen Beruhigungsspritzen zu treffen. Als dieser Versuch ebenfalls fehlschlug, wurde als letzte Möglichkeit vor dem finalen Rettungsschuss durch die Scharfschützen des mittlerweile eingetroffenen Sondereinsatzkommandos, wurde der Einsatz eines Blasrohrs oder Betäubungsgewehrs in Betracht gezogen. Eingeflogen von einem Hubschrauber der Polizei konnte schließlich der Veterinär des Frankfurter Zoos das Horrorszenario beenden mit einem gezielten Schuss aus seinem Blasrohr.
Erste Gespräche mit dem noch verstörten und geschwächten Björn-Kevin W. lassen darauf schließen, dass dieser den beruflichen Zwang zur Effizienz um jeden Preis nicht mehr mit seinem Privatleben trennen konnte. Angefangen hatte alles mit Getränkeflaschen, die der Patient direkt in die Toilette entleerte. »Ich trinke es und pinkele es später weg«, sagte er stockend. »Da kann ich es auch gleich aus der Flasche wegschütten. Das ist effizienter!« Dem kann der Psychiater grundsätzlich zur zustimmen und die Tatsache, dass der Patient dies später auch mit Lebensmitteln in fester Form versuchte, könne seine starke Unterernährung erklären. Wie groß die Heilungschancen für den Patienten sind, ist ungewiss, da er sich mittlerweile weigert, morgens aufzustehen. Er lege sich abends ja sowieso wieder ins Bett, dann könne er auch gleich liegen bleiben, argumentiert Björn-Kevin W. Der behandelnde Arzt, der letztens auf Anregung der Krankenkassen ein Seminar zur Effizienzsteigerung besucht hat, kann dieser Argumentation nicht widersprechen.
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