Dienstag, 17. September 2013

... nach dem Werbefuzzy

So, wo finde ich den Werbesprecher aus dem Radio, der gerade sagte: "Tanken Sie noch heute S.... Power-V Diesel!"?

Voll getankt habe ich, der hätte aber ruhig dazu sagen können, dass das nur für Fahrer von Dieselfahrzeugen gilt. Un nu? Backe voll!

Das ist wie damals in Köln. Jedes mal wenn ich in die Stadt wollte, kam ich nur vom Hotel bis zum Bahnhof, weil eine herrische Frauenstimme dort immer sagte: "Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt!" Also ich immer wieder zurück ins Hotel, den Koffer beaufsichtigen. War ein langweiliger Ausflug. Immerhin habe ich so aber gemerkt, dass die mein Zimmer doppelt belegt hatten. Nämlich an Familie Haus-Kieping. Von denen kam dauernd einer rein und ist schnell wieder raus als er mich hat sitzen sehen. Die waren aber hartnäckig, kamen immer wieder. Scheint ne Großfamilie gewesen zu sein, hat sich nämlich ständig jemand anderes mit "Haus-Kieping" vorgestellt.
So, zurück zum Werbefuzzy ...


Donnerstag, 5. September 2013

... in Indien (#1)

Auf nach East Kerala

 
So, langsam wird es jetzt ernst. Noch gut fünf Wochen und ich bin auf dem Weg nach Indien.
Das hätte sich der indische Bischof sicher nicht träumen lassen, als er mich nach Indien einlud. Das ist mittlerweile schon etwas länger her, denn ic
h war damals noch Konfirmand ;) Mittlerweile gibt es in East Kerala, Süd-Indien, wo die Reise hingeht, auch einen anderen Bischof. Das Angebot steht aber offenbar immer noch, denn nun geht es bald los. Impfungen so gut wie abgeschlossen, Ticket gebucht und das Visum pappt im Reisepass.

Mit einer Gruppe aus 10 Personen aus Wetterau und Vogelsberg geht es dann am 12. Oktober für drei Wochen nach Indien, abseits der Touri-Routen, zu den einfachen Menschen dort, zeitweise privat untergebracht.

In Wetterauer Zeitung und Kreis-Anzeiger werde ich kleine Wochenberichte veröffentlichen, sowie einen Vor- und Nachbericht. Wer sich während der Reise schon darüber auf dem laufenden halten will, kann das durch den Blog auf der Website der evangelischen und katholischen Erwachsenenbildung (s. u.)
Dort werden dann vor allem auch Berichte meiner Mitreisenden stehen, worauf ihr Augenmerk fiel, was sie erlebt haben.

Außerdem kann man dort heute schon die Erlebnisse der letzten Reisegruppe nachlesen, die 2009 unsere indische Partner-Diözese in East Kerala besuchten ...
http://www.erwachsenenbildung-vb.de/index.php?id=43

Sonntag, 7. Juli 2013

... auf die Fluthilfe der Regierung

Nachdem nun die Flut in unserem Land für dieses Jahr vorüber ist und man begonnen hat, die Schäden zu beheben, bleibt auch die Zeit über so manches nachzudenken. Mir etwa fällt dabei ein, wie ich bei einer der ersten Reden zur Flutkatastrophe unserer Bundeskanzlerin unweigerlich lachen musste. Soweit ich mich erinnere, sagte sie den Flutopfern "die Hilfe der Bundesregierung" zu. Ich konnte es nicht verhindern, noch in derselben Sekunde sah ich sie vor meinem geistigen Auge: Frau Bundeskanzler und ihre Kollegen in Gummistiefeln mit Eimern in überschwemmten Kellern stehend und Wasser schöpfend. "Die Hilfe der Bundesregierung" eben.
Aber was war nun daran anders als früher? Warum sprang mir das so unweigerlich ins Ohr? Sagte man früher nicht immer die "Hilfe des Staates" zu? Heißt das etwa, der Staat ist heute die Bundesregierung oder umgedreht, die Regierung ist der Staat? Denkt man da nicht (wenigstens so ein bisschen) an den französischen Sonnenkönig und dessen Ausspruch: L’État c'est moi (Der Staat bin ich)? Und nahm dieses Selbstverständnis der Mächtigen damals nicht ein böses Ende?

Sonntag, 30. Juni 2013

... auf den versteckten Schabernack

Versteckter Schabernack im Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks? Oder war das von den Programm-Redakteuren gar kein heimlicher Schabernack, heute morgen direkt nach der Sendung "Hansi Hinterseer" zu fragen: "Kitsch oder Kunst"? - Obwohl sich die Frage eigentlich erübrigt ;)

Sonntag, 10. März 2013

... auf einen bemerkenswerten Mann

Nicht die Fotos waren 70 Jahre lang seine Leidenschaft, sondern die Menschen.

Vor etwa drei Jahren erhielt ich einen Tipp, einen "alten Hobbyfotografen" aus unserer Gegend zu portraitieren. Zunächst war ich etwas skeptisch, Hobbyfotografen gibt es viele. Doch Menschen, die seit 70 Jahren mit großer Leidenschaft einem Hobby nachgehen, sind selten. Schränke voller Fotos, meist in schwarzweiß, welche die Entwicklung seines Dorfes, seine Kriegserlebnisse und immer wieder seine Frau zeigten, erwarteten mich. Ganz gleich, was die Fotos zeigten, die Art wie der sonst nüchterne und tatkräftige Mann über seine Motive sprach, ließ eine Leidenschaft durchblitzen, die eigentlich nicht der Fotografie galt, sondern den Menschen und ihren Geschichten, die er im Bild festzuhalten versuchte. Anfang März 2013 ist Kurt Nagel nun verstorben.
Kurt Nagel im Jahr 2009 ... lesen.